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Gefühle, die wir nicht aufarbeiten?

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Was geschieht mit diesen Gefühlen, die wir nicht aufarbeiten?


Unterdrückte, nicht verstandene und nicht verarbeitete Gefühle sind für mich die Nummer eins der Krankheitsverursacher. Ob wir die Wut nehmen, die Migräne, Nasennebenvereiterung, Kieferprobleme, Gallensteine oder Magenschmerzen auslösen kann. D.h. ursprünglich war da ein Gedanke: Die Welt ist ungerecht, mein Vater gemein zu mir etc., und diese Wut kann nicht ausgedrückt oder angenommen werden und wird runtergeschluckt. Unser Körper kann diese Wut ebenfalls nicht verarbeiten.

Es macht also krank, wenn wir Gefühle verdrängen?

Wir zerbrechen uns oft den Kopf und versuchen, Dinge mit dem Verstand zu lösen, die dieser so nicht lösen kann. Das Ergebnis sind Kopfschmerzen. Schmerzen sind Boten. Hinter dem Schmerz versteckt sich ein Gefühl. Und das will ans Licht kommen, beachtet werden. Schmerzen sind der Widerstand vor dem Fühlen des eigentlichen Gefühls. Angst und Wut sind nicht spürbar, doch sie verbergen sich dahinter. Das macht unser Körper eine Zeitlang mit. Aber dann reagiert er mit Beschwerden, schlimmstenfall sogar lebensgefährlichen Erkrankungen. Gravierenden Erkrankungen schwere emotionale Verletzungen vorausgegangen sind. Zwei Fragen genügen: Wann ist die Erkrankung diagnostiziert worden. Und: Was ist sechs bis 36 Monaten davor geschehen? Bei 40 bis 50 Prozent ist eine Trennung oder ein Todesfall aufgetreten. Das sind Schockerlebnisse, indenen der Verlassene sagt: Jetzt ist alles aus. Oder: Das schaffe ich alleine nicht. Das registriert der Körper und schließt daraus, dass für ihn nun auch alles zu Ende ist. Die zweite Konstellation ist, dass mehrere Stressfaktoren zusammenkommen.

Krankheiten sind demnach ein Warnsignal, das uns bei Stress wach rütteln will?

Die Seele wertet Erlebnisse nicht nach gut oder schlecht, sonder nur nach intensiv oder weniger intensiv. Zu viele Menschen sind in ihrer Entwicklung stehen geblieben, und die werden jetzt wach gerüttelt. Das ist mitunter ziemlich schmerzhaft. Bandscheibenprobleme, Gelenkkrankheiten, Rückenschmerzen -das sind Symptome des Stillstands.

Wieso Stillstand? Die meisten von uns arbeiten doch viel zu viel.

Wir sind Macher und haben das Nichtstun verlernt, sind in ein Ungleichgewicht geraten. Entspannen, Genießen -das haben viele von uns nicht gelernt. Alles ist Rhythmus: Einatmen, ausatmen. Doch die meisten konzentrieren sich nur auf den ersten Teil und vergessen das Loslassen. Das Leben zwingt uns jedoch irgendwann in die Waagrechte. Wer nicht loslässt, wird durch Krankheiten gezwungen, kürzerzutreten.

Interview mit Robert Betz Qwelle: happinez Magazine Ausgabe Nr. 4

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